Sascha Pogacar

Ich bin interdisziplinärer Künstler.

Meine Medien sind vielfältig, kreisen oft um Sprachspiele, Textmaschinen, Erzählungen und die kollaborative Praxis. Oft sind Texte das Material, oft Installationen und Events das Ergebnis. Manchmal sind Spiele das Ergebnis. Manchmal Bilder. Immer ist das Ausloten und Beschreiten neuer Wege das Ziel.

Seit meiner Kindheit habe ich mich immer auch mit Kunst und künstlerischen Techniken und Formaten auseinandergesetzt. In meinem Studium ging ich einen anderen Weg.

Um die Mechanismen menschlicher Systeme tiefer zu verstehen, habe ich Politologie, Psychologie und Philosophie (M.A.) studiert.

Diese akademische Basis verbinde ich mit meiner Erfahrung aus zwei eigenen Agenturgründungen und über 25 Jahren in der professionellen Kommunikation – unter anderem für das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE.

Im Rahmen meiner Arbeit in den Agenturen habe ich auch eine Coaching-Ausbildung gemacht und nutze auch diese Methoden und Techniken in meiner Arbeit.  

Seit 1997 betreibe ich mit CONNEX I/O eine kollaborative Textperformance-Installation (zusammen mit Matze Schmidt) und habe über die Jahre an einigen Ausstellungen und Performances teilgenommen, obwohl das Künstlersein nicht den Mittelpunkt meines Alltags bildete.

Für mich ist das Spielen – und die Kunst ist eine Form des Spielens – kein Zeitvertreib, sondern die radikalste Form der Welterzeugung. Kinder erkunden spielend die Welt. Das Spielen ist sowohl Zugang zu einer neuen Welt, als auch Ausgang aus einer alten.

Wer spielt, erkennt, dass Regeln veränderbar und Rollen gestaltbar sind, erkennt die Regeln des Spiels und die Möglichkeiten ihrer Veränderbarkeit. Diese Erkenntnis ist der Kern jeder echten Transformation.

Ich kenne die Sprache der Unternehmen und die Komplexität von Stakeholder-Systemen. Doch ich habe gelernt: Wo man an Grenzen stößt, werden künstlerische Interventionen und gemeinschaftliche Spielräume notwendig.

Die Praxis: Künstlerische Interventionen & Narrative Begleitung

Heute begreife ich meine Arbeit als angewandte Kunst. Ich biete keine Standardlösungen an. Wenn Sie mit mir arbeiten, laden Sie einen Künstler, Spieleerfinder und Spieler in Ihr System ein, der Sie zum Spielen auffordert:

  • In Organisationen: Ich gestalte Interventionen, die Ihre strategischen Herausforderungen als spielerisches und narratives Material nutzen, um festgefahrene Strukturen aufzubrechen.
  • In der Einzelbegleitung: Ich unterstütze Menschen als Sparringpartner dabei, ihre eigene Biografie als gestaltbare Erzählung zu begreifen und neue Handlungsspielräume zu entwerfen.

Warum Kunst und Spiele im Zentrum?

Weil wir in einer Zeit leben, in der die Logik der Vergangenheit die Probleme der Zukunft nicht mehr löst. Wir brauchen keine weiteren Optimierungstools – wir brauchen Imagination. Meine Praxis ist der Beweis, dass künstlerische Methoden dort am wirksamsten sind, wo die Wirklichkeit am härtesten verhandelt wird: in der Arbeit an uns selbst und an der Kultur unserer Zusammenarbeit.

Zur Person

Mein Name ist Sascha Pogacar, ich bin Jahrgang 1971 und dies ist meine persönliche Website.

Von Kindesbeinen an bin ich fasziniert von dem Einfluss und der Bedeutung des Neuen und den Veränderungen, die es für unser Leben und unsere Gesellschaft birgt. Ich studierte in Freiburg und Kassel Politikwissenschaften, Psychologie und Philosophie und schloß mein Studium mit einer Arbeit zu der nachträglichen Rekonstruktion der Shoah in Filmen ab.

Schon vor und während meines Studiums beschäftigte ich mich intensiv mit den Entwicklungen des Internet und gründete 1999 mit einem Partner eine Agentur für digitale Unternehmenskommunikation.

Neben meiner Arbeit in Internet- und Kommunikationsprojekten, bildete ich mich als Coach und Unternehmensberater weiter oder beteiligte mich an Kunstprojekten. Nach einigen Jahren der Arbeit als Konzepter, Berater und Projektleiter war es dann Zeit für mich weiterzuziehen und die Agentur zu verlassen.

Ich gründete ein eigenes Beratungsunternehmen und eine Familie.

Heute – einige Jahre später – arbeite ich als teilzeitalleinerziehender Vater von drei Kindern in der Marketing- und Kommunikationsabteilung eines Fraunhofer-Institutes und beschäftige mich noch immer mit anderen Internetprojekten, Philosophie, Politik, Veränderungsprozessen, Kunst und dem Thema Rollenspiel.